Geschichte des Klosters und der Kirche

Nahe des Schlosses des Grafen Tiemo I. von Vornbach befand sich die Wallfahrtskapelle "Maria am Sand". Der Sage nach erhielt dort die erblindete Grafentochter Himiltrudis, nachdem sie ihre Augen mit dem Wasser einer bei dieser Kapelle befindlichen Quelle wusch das Augenlicht zurück. Zum Dank dafür ließ die im Jahre 1040 am linken Innufer, kurz vor der "Vornbacher Enge", ein Kloster erbauen. Das Kloster wurde bis zur Säkularisation von Benediktiner-Mönchen geführt.

Die Klosterkirche, eine Marienkirche, wurde etwa um 1130 - 1150 ursprünglich im romanischen Stil erbaut. Die heutige barocke Form erhielt sie nach einem Umbau unter Abt Benedikt Hepauer in den Jahren 1624 bis1632. Die Barockisierung der beiden Kirchtürme erfolgte in den Jahren 1766 bis 1770 unter Abt Benedikt Moser.
 
Foto: Ottmar Eder
 
Im Jahre 1728 wurde unter Abt Clarus Fassmann der Kirchenraum mit herrlichen Stuckaturen und Ornamenten durch den aus Schörfling am Attersee stammenden Stuckateur Josef Ignaz Holzinger ausgestattet. Von diesem Künstler stammen auch die Altäre, die Kreuzigungsgruppe und die Ölberggruppe am Eingang. Weitere Werke Holzingers sind auch in den Stiften St. Florian, Altenburg, Reichersberg und im Kloster St. Nikola in Passau zu bewundern. Die auch aus dieser Zeit stammenden Fresken und Deckengemälde schuf der Südtiroler Freskenmaler Anton Warathy. Er war Ratsherr in Burghausen.

Im Jahr 1732 wurde, unter Abt Fassmann, die Orgel des Orgelbaumeisters Johann Ignaz Egedacher errichtet. Die Chororgel wurde unter Abt Cölestin Bründl, Abt von 1748 bis 1755, eingebaut.
 

Kontakt: Förderverein   -   Gestaltung: Rudi Bürgermeister